Die drei Hauptsätze der Thermodynamik
- Entropy of an isolated system never decreasesnoch nicht geprüft
- Absolute zero at −273 °C, unreachablenoch nicht geprüft
- Stefan-Boltzmann's fourth-power radiation lawnoch nicht geprüft
Zwischen 1824 und 1900 trugen Ingenieure und Physiker in ganz Europa — zuerst Carnot, dann Clausius, Kelvin, Helmholtz, Joule, Mayer — die ersten umfassenden Hauptsätze der Thermodynamik zusammen. Der Antrieb war praktisch: sparsamere Dampfmaschinen bauen, verstehen, warum Wärme fließt, und herausfinden, was der Energieumwandlung Grenzen setzt. Am Ende standen drei Hauptsätze (später um einen nullten ergänzt), die bis heute kein technisches Gerät verletzt hat und die das Verhalten jedes physikalischen Systems, vom Kühlschrank bis zum Stern eingrenzen. Die Thermodynamik ist die erfolgreichste angewandte Physik, die je aufgeschrieben wurde — bestätigt mit außerordentlicher Genauigkeit, von Mischungskryostaten nahe dem absoluten Nullpunkt über die kosmische Hintergrundstrahlung bis zum Wärmetod des Universums.
Der nullte Hauptsatz trägt seine Nummer nachträglich, steht logisch aber vor allen anderen: Stehen zwei Systeme je für sich mit einem dritten im thermischen Gleichgewicht, dann auch miteinander. Erst diese Transitivität macht die Temperatur zu einer wohldefinierten Größe. Der erste Hauptsatz: Energie geht nicht verloren — ΔU = Q − W. Die Erhaltung der mechanischen Energie greift damit auf die Wärme über, denn Wärme ist eine Form von Energie und lässt sich in Arbeit umsetzen wie umgekehrt; Joules Schaufelradversuche der 1840er Jahre lieferten das mechanische Wärmeäquivalent. Der zweite Hauptsatz: Die Entropie eines abgeschlossenen Systems nimmt niemals ab. Gleichwertig dazu: Wärme fließt nicht von selbst von kalt nach warm; kein Vorgang setzt Wärme restlos in Arbeit um, ohne sonst etwas zu hinterlassen (die Formulierung von Kelvin und Planck); ein Perpetuum mobile zweiter Art gibt es nicht. Er ist zeitlich asymmetrisch — als einziges Grundgesetz zeichnet er eine Richtung der Zeit aus — und setzt über den Carnot-Wirkungsgrad (1 − T_kalt/T_heiß) obere Schranken für den Wirkungsgrad. Der dritte Hauptsatz (Nernst, 1906): Nähert sich die Temperatur dem absoluten Nullpunkt, so strebt die Entropie einem konstanten Minimum zu; gleichwertig: der absolute Nullpunkt lässt sich in endlich vielen Schritten nicht erreichen. Die Tieftemperaturphysik nähert sich T = 0 stufenweise, und jede Stufe kostet exponentiell mehr Energie. Zusammen mit Zustandsgleichungen liefern die drei Hauptsätze Phasendiagramme, Wärmekapazitäten und Wirkungsgrade jedes makroskopischen Systems. Das mikroskopische Fundament — Entropie als Logarithmus der Zahl der Mikrozustände — trug die Statistische Mechanik von Boltzmann und Gibbs nach; empirisch gesichert waren die Hauptsätze schon um 1900, und sie haben bis heute keinen Versuch verloren.