Fossile Brennstoffe & die Energiewende
- Buried sunlight as the densest energy carriernoch nicht geprüft
- Every prior transition added a sourcenoch nicht geprüft
- Density, storage, sunk capital, and political economynoch nicht geprüft
- Coal's plateau, solar's cost curve, sector emissionsnoch nicht geprüft
Die stille Tatsache über fossile Brennstoffe ist ihre Energiedichte. Ein Kilogramm Holz enthält etwa 16 Megajoule, Kohle bis zu 32, Öl über 40 — und Öl ist flüssig, der bequemste je gefundene Energieträger. Genau diese Konzentration hat die moderne Welt physikalisch erst möglich gemacht: Die Dampfmaschine brauchte billige Kohle, um die Holzkohle zu schlagen, der Verbrennungsmotor brauchte tragbaren flüssigen Brennstoff, und die Landwirtschaft des zwanzigsten Jahrhunderts läuft auf Erdgas, das zu Dünger wird. Was wir Industriegesellschaft nennen, ist zum großen Teil die Übung, immer mehr vergrabenes Sonnenlicht zu finden und zu verbrennen — und 2024 stammen noch rund 80 % aller menschlichen Energie daraus.
Das Bemerkenswerte an früheren Energiewenden ist, dass keine von ihnen wirklich eine Wende war. Kohle ersetzte das Holz nicht — Großbritannien verbrannte 1900 so viel Holz wie 1700 und legte die Kohle bloß obendrauf. Öl kam zur Kohle, Gas zum Öl; jeder neue Brennstoff erschloss neue Verwendungen, dehnte die energiehungrige Wirtschaft aus und ließ den älteren weiter seine alte Arbeit tun. Der Gesamtverbrauch ist seit 1750 um mehr als das Fünfzigfache gestiegen, gerade weil nie etwas abgelöst wurde. Das Klimaziel verlangt nun etwas ohne historisches Vorbild: die erste Energiewende, die wirklich eine Substitution ist, bei der der fossile Verbrauch gegen null fällt, statt von etwas Neuerem bloß verdünnt zu werden. Darum ist das Problem schwer auf eine Weise, die Kostenkurven allein nicht einfangen. Dieselbe Energiedichte, die das System gebaut hat, sperrt sich nun gegen seine Auflösung — ein Liter Benzin trägt mehr als die zehnfache Energie eines Liters Akku, weshalb Luftfahrt, Schifffahrt und industrielle Hochtemperaturwärme keinen leichten elektrischen Ersatz haben. Öl und Gas lagern sich zudem selbst, billig und unbegrenzt, während erneuerbarer Strom aktiv gespeichert werden muss; die bereits gebauten Pipelines und Raffinerien binden Billionen an Kapital, das genutzt werden will; und die Branche trägt Millionen Arbeitsplätze und Billionen an jährlichem Umsatz, die nicht für die eigene Überflüssigkeit stimmen werden. Vaclav Smil liest all das und schließt in How the World Really Works (2022), dass Wenden dieser Größe stets fünfzig bis achtzig Jahre gebraucht haben. Die Technologen lesen dieselben Tatsachen und verweisen auf die Kosten von Solar, Wind und Akku, die schneller gefallen sind, als 2010 irgendjemand zu prognostizieren wagte. Beide argumentieren ehrlich aus echter Evidenz, und genau darum ist der Ausgang noch wahrhaft offen.